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WWW = Wein, Witz, Weihnachten

Alle Jahre wieder um diese Zeit treten sie auf, "The Unterlagsreben", die Langenloiser Band zum Wein, streicht dann das "h" von Weihnachten und verweigert in ihrem wein- bzw. alkoholdominierenden Programm vor allem den picksiaßn Glühwein. Statt Punschhüttenbesuch trifft man sich zu Hunderten in der Abfüllhalle von Fred Loimer. Dort staunt dann das Publikum über neues Liedgut und hört erstmals die Melodie, bei denen sich viele die Ohren zuhalten. Fritz Gillinger hat "Last Christmas" zu "Schaß Business" sehr treffend  umgeschrieben.
Und wie gut, dass Österreich sehr kluge Kabarettisten hat. Florian Scheuba ermöglichte es nämlich, dass man über das traurige politisches Geschehen trotzdem lachen konnte. Das Publikum bedankte sich über diesen Wein-, Lach- und Nachdenkabend mit einer köstlichen Sausemmel aus dem Hause Nastl mit viel Applaus.

Licht ins Dunkel bringen, ist gerade in der beginnenden Adventzeit ein Auftrag.
Heute wird die Weinband "The Unterlagsreben" gemeinsam mit Kabarettist Florian Scheuba mit Humor und Satire Weihnachten aus einer etwas anderen Perspektive beleuchten.
Schellen sind schon einmal wichtig und richtig für weihnachtliche Melodien - gleich beginnt das Konzert :-)
Hereinspaziert in die "Abfüllhalle" im Weingut Fred Loimer.
Ein musikalischer Kabarettabend kann man auch für einen Familienausflug nützen. ORF-Moderator Andreas Hausmann hat alle seine Lieben mitgenommen.
Die Wachauer besucht das Kamptal und freuen sich auf das Programm.
Wer früh dran war, bekam einen Platz.
Manche mussten halt stehen, denn der Andrang war wie immer groß.
Kulturstadträtin Brigitte Reiter stärkt sich, bevor Florian Scheuba die österreichische Politik aufs Korn nimmt :-)
Lachen ist gesund, darum sind ja auch diese beiden Ärzte kommen :-)
Austrinken, es geht gleich los!
Spots auf die Stars des heutigen Abends.
Auch wenn auf der Bühne mit viel Equipment kreuz und quer geht...
… herrscht im Publikum feine Ordnung :-)
Alle "Logenplätze" sind eingenommen...
… dann geht es los mit der Begrüßung des Hausherrn Fred Loimer.
Der Stargast des heutigen Abends wird besonders herzlich willkommen geheißen. Florian Scheuba war schon öfters in diesem Weingut zu Gast und kennt auch Langenlois.
"Gewürznelken, Zimtstangen, Zucker, Honig, Orangenscheiben, Likör, Weinbrand, Vanilleschoten, Zitrone, Limette, Sternanis, Rum, brauner Kandiszucker, Mandarinen, Amaretto, Muskat, Piment, Kardamom und Agavendicksaft" sind alles Zutaten, die man in einem Glühwein hineintun kann.
Wenn der Winzer das ganze Jahr hart am Säurespiel des Weines arbeitet, ist es daher für die Unterlagsreben sehr unverständlich, warum man dann daraus einen flüssigen "Obstsalat" kreiert.
Daher lautet auch heuer das Motto: "Bitte nur kann Glühwein!" - Am Bass Hans-Peter Mikesa.
Nach dem ersten beinahe vorweihnachtlichem Lied in schummriger Atmosphäre...
… wird Florian Scheuba, den man zwar nicht extra vorstellen muss, trotzdem beschreiben: Kabarettist, Kolumnist. Moderator, Darsteller und Autor in diversen TV-Shows und Satire-Sendungen, u.a. "Dorfers Donnerstalk", "Wir Staatskünstler". Außerdem schreibt er Theaterstücke, Bücher, Dokumentationen und Drehbücher, war Gründer, Autor und Akteur des Theater-Kabaretts "Die Hektiker". Derzeit präsentiert er sein aktuelles Programm "Folgen Sie mir auffällig". 2020 wird er mit dem Salzburger Stier ausgezeichnet.
Geschichten, die man heute vielleicht auf der Bühne hört, kann man auch in seinem neuesten Buch nachlesen.
"Ein Kabarettist, den jeder mag, ist wie ein Türsteher, der jeden rein lässt."
Lasset also den ersten kabarettistischen Teil beginnen. Man wird ihn mögen, und zwar gnadenlos :-)
Er ist auch vom Publikum restlos begeistert, das sich wohlgeordnet und ohne Anweisung auf die Plätze mit dem Gesicht zur Bühne gesetzt haben - um es mit Pamela Rendi-Wagner zu sagen: "Die Richtung stimmt!" :-)
Na ja, was will man mehr: Gleich beim ersten Satz weiß das Publikum, dass der heutige Gast auf der Bühne "auch stimmt und passt" :-)
Der Kurier hat über ihn geschrieben: "Man wird bei Scheuba immer Zeuge herrlichster faktischster Verhältnisse, die man oft für erfunden halten möchte." Österreich ist prädestiniert für genau diese Art von Kabarett.
Eigentlich traurig, wie man sich über Politik lustig machen "muss", aber er trifft mit jedem seiner "Wuchteln" genau den Punkt der Tatsachen.
Und man merkt, es tut auch ihm weh, wie in unserem Land regiert wird.
Wie die Politiker im Hintergrund beruflich aufgestellt sind, verrät er humorvoll :-)
Und weil es offensichtlich ein Kreuz mit unserer Politik ist, setzen die Unterlagsreben einen mit der Hommage ans "Christbaumkreuz" drauf :-)
Heute gibt's statt dem legendären Sausemmel-Blues von Andi Hausmann die...
… weihnachtliche Variante nach "Jingle bells" zuerst zum Mitsingen...
… und dann zum Genießen. Original-Sausemmeln aus dem Hause Renate und Günther Nastl sind eine Köstlichkeit, die man sich an diesem Abend nicht entgehen lässt.
Die Pause nutzen, um guten Wein zu trinken...
… über das Gehörte nachdenken und weiterlachen ...
... oder um sich ein Buch zu kaufen.
So wird sein Werk beschrieben, das heuer erschienen ist: "Florian Scheuba, Österreichs renommiertester Kabarettist, forscht amüsant und unterhaltsam faktischen Verhältnissen nach, die so absurd sind, dass man sie nicht erfinden kann. Er geht der Frage nach, was Wahrheit bedeutet und warum es sich lohnt, für sie einzustehen...
... Er schlägt eine Neudefinition vor: Wahrheit ist kein für Menschen erreichbares Ziel, sondern eine Richtung. Es ist mit ihr ein bisschen so, wie mit dem Erdkern. Technisch ist es uns bislang nicht möglich bis zum Erdkern vorzudringen...
... Aber wir wissen: Wenn wir es versuchen wollen, müssen wir nach unten graben. Und nicht nach oben."
"Kummt's, setzt's eich nieder - wir beginnen mit dem zweiten Teil."
Nach humorvoller Musik geht es weiter...
... mit einem kleinen Vokabelkurs, denn die Realität wollen viele nicht mehr sehen, daher sind Lügen halt jetzt alternative Fakten. Ein Bankrotteur ist ein bilanzbuchhalterisch anders Begabter, wir sagen jetzt auch nicht mehr Rassismus, sondern Fremdpigmentunverträglichkeit und ein Arschloch ist jetzt ein charakterlich Herausgeforderter. Klingt doch alles viel freundlicher, oder?
Nach den harten Fakten geht es etwas versöhnlicher...
... mit Musik und der Maria weiter, die durch ein Dornwald ging und die dann dort Dave Brubeck traf. Statt "high Five" gab's take five :-) - am Saxophon Harald Haslinger.
Bandleader Fritz Gillinger erzählte an diesem Abend auch noch von weißen Christmäusen und dem neuen Lied "Schaß Business". "A Weihnochtsbam, so teuer wie nie, a Rentierpullover bis zu de Knie, Glühwein so haß, dass dan Mogen valetzt und rund ums Haus tausend Lamperln, bis d'Sicherung fetzt... des is a Schaß-Buisiness, des wiss ma eh, ois nua a Geschäft und ois nua a Schmäh, i frog mi, waunst dass so hosst, warum du daun no immer mitmochst..."
Adi Schober, der Mann für Licht und Ton, ist auch Meister am Schlagzeug und stimmt mit seinem Schellengeläute doch ein bisschen auf Weihnachten ein.
Wie Frank Stronach mit Gott im Wald spricht, war eine von vielen lustigen Geschichten, die Florian Scheuba mit amerikanischem Dialekt erzählte: "Das Gespräch mit Gott ist sehr wichtig. I red gern mit eam, er is a tüchtiger Kerl. Kommt aus ganz afochn Verhältnissen, geboren auf einem Strohsack, Vater unbekannt, augfaungen ois afocher Orbeiter, Zimmermann hot er glernt, er woar immer sehr fleißig, hat sich raufgearbeitet und jetzt schauts, wo er heute steht? Er hat sich ganz früh selbständig gemacht mit seinem eigenen Betrieb, des woarn grod amoi 12 Leit, heit is des a Weltkonzern und hot er dazua braucht a Gewerkschoft? Na, im Gegenteil: In seiner Freitzeit hot er sogor den oidn Tachinierer Lazarus wieder orbeitsfähig gmocht. Söba woar er nia im Kraunkenstaund. Aum Freitog is a gstorbn, aum Montog woar er scho wieda do!"
"Wer den Tag mit Lachen beginnt, hat ihn bereits gewonnen!" In Langenlois beendet man den Tag so!
"Herzlichen Dank, dass Sie so ein tolles Publikum und unsere Gäste waren - auf Wiedersehen im nächsten Jahr!" Fritz Gillinger verabschiedet sich im Namen der Unterlagsreben und Florian Scheuba.
Schlussszene - Vorhang fällt - natürlich erst nach der Zugabe!
Bücher werden noch gekauft, halt ohne "Schrödiger" :-)
Signiert und dann noch...
... mit einem Achterl Wein begossen.
Keiner mag wirklich raus, denn jetzt hat in Langenlois mit minus vier Grad auch der Winter begonnen :-)


Fotos: Ulli Paur


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