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Septemberlese 2015

Der Verein "Langenlois Kultur" war nicht nur der Ideenfinder der "Septemberlese", sondern auch bisher Veranstalter dieser einzigartigen Lesereise mit drei Autoren an drei Schauplätzen in der Gemeinde Langenlois.
Neuer Name - neues Konzept: Der Verein heißt jetzt "LAKULT" und hat in Kooperation mit dem Kulturbüro Langenlois heuer die 9. Veranstaltung dieser Art organisiert. Dabei gab es erstmals vier Autoren an vier Standorten an zwei Tagen, und zwar am 26. und 27. September 2015.
Wer den hörenswerten Literatur- und Musikmarathon nicht schaffte, kann ihn hier im Zeitraffer nochmals kurz miterleben.

Reich ist die Ernte in den Gärten und am österreichischen Buchmarkt.
Grund genug, für die 9. Septemberlese wieder bekannte Autoren nach Langenlois einzuladen, die ihre neuesten Werke präsentieren - begleitet von hervorragenden Musikern.
Während in der größten Weinstadt Österreichs die Weinlese voll im Gang ist, warten auch viele, dass der kulturelle "Lesemarathon" in Langenlois beginnt.
Kulturstadtrat Andreas Nastl und Hans Kumpfmüller wären bereit...
... wenn das Pressefoto im Kasten ist, wird begonnen.
Begrüßt werden alle von Wolfgang Kühn, dem Literaturspezialisten in der Stadt und im Land.
Er begrüßt auch Gäste vom "Land NÖ". Herzlich willkommen Mag. Gabriele Ecker von der Kulturabteilung.
Der Hausherr freut sich, dass neben den Autoren auch viele Gäste in seinem Haus Platz gefunden haben, das er immer wieder gerne für derartige Veranstaltungen zur Verfügung stellt.
Nachdem er sich ebenfalls in einem speziellen "Lesemodus" befindet, verabschiedet er sich bald wieder in den Keller zu den Weinpressen.
Wolfgang Kühn stellt den ersten Autor vor: Arno Geiger wurde 1968 geboren, lebt in Wolfurt (Vorarlberg) und Wien.
Sein aktueller Titel "Selbstbildnis mit Flußpferd" (2015) handelt von der Schwierigkeit des Erwachsenenwerdens in einer unverständlichen Welt.
Es beginnt mit Judith und einem Uhu...
Wie fühlt es sich an, heute jung zu sein? Arno Geiger erzählt von Julian, einem Studenten der Veterinärmedizin, der seine erste Trennung erlebt und erstaunt ist, wie viel Unordnung so eine Trennung schafft.
"First cut is the deepest!" Diese Erfahrung hat wohl jeder schon einmal gemacht.
Wie die Geschichte ausgeht, wurde natürlich nicht verraten. Dafür gibt es Bücher zum Nachlesen, in die man auch noch eine Widmung des Autors bekommt.
Nächste Station ist die Loisium Weinerlebniswelt.
Auch hier ist man für die Gäste gerüstet, nicht nur mit Sitzgelegenheiten...
... sondern auch mit einem reich gedeckten Büchertisch.
Und dort wartet bereits wieder Wolfgang Kühn, der die nächste Autorin vorstellt. Elisabeth Klar wurde 1986 in Wien geboren. Sie studiert vergleichende Literaturwissenschaft und transkulturelle Kommunikation. Gemeinsam mit Susanne Müller leitet sie den Verein Literaturwerkstatt Wien. Für ihre Erzählungen hat sie auch schon zahlreiche Preise gewonnen.
2014 erschien im Residenzverlag ihr Debütroman "Wie im Wald".
Björn Hayer von "die zeit online" beschreibt es so: "Die Geister der Vergangenheit ruhen nicht. Elisabeth Klars sprachmächtiger Debütroman kreist um ein dunkles Familiengeheimnis."
Das wird auch in Langenlois nicht gelüftet.
Acht Sessel stehen am dritten Schauplatz im Ursin Haus auf der Bühne - eigentlich sind es ja neun :-)
Dort checkt man noch kurz das Programm, das die Oberösterreicher bestreiten werden.
In der Zwischenzeit sondiert man den Büchertisch und entdeckt das neue Buch von Hans Kumpfmüller.
Und weil noch ein bissl Zeit ist, stärkt man sich kulinarisch bei Kurt Fuchsberger.
Für die Nachspeise sorgt gleich der Autor selbst mit einer "Schoggalad", auf der ziemlich gute Sprüche vermerkt sind...
... über die vor allem Gemeinderat Gerald Eder sehr schmunzeln muss.
Kurzer Soundcheck vom Hausherrn Wolfgang Schwarz...
... denn um 22 Uhr beginnen wir mit Teil 3 der Septemberlese.
Was stellt man sich unter der Gesangskapelle Hermann vor. Gleich vorweg: Es sind acht Musiker, die HERvorragend singen. Und diese jungen Männer treffen sich seit fast drei Jahren in der Wiener Hermanngasse, um miteinander der beinah in Vergessenheit geratenen Kunst des mehrstimmigen Männergesanges zu frönen.
Die Pflege von romantischem Liedgut wird dabei fast so ernst genommen, wie die Aufarbeitung des Urösterreichischen mit all seinen Licht- und Schattenseiten. Gesungen, gesudert und geschimpft wird in Mundart.
Nur Puristen rümpfen ob ihrer Mühlviertler-Innviertler-Wiener-Mischkulanz die Nase - Hans Kumpfmüller ganz sicher nicht.
Er ist in Langenlois wahrlich kein Unbekannter. Schon oft hat er hier das dialektliebende Publikum mit seinen Gedanken verwöhnt.
Aktuell arbeitet die Gesangskapelle Hermann mit dem Innviertler Mundardichter Hans Kumpfmüller zusammen...
... was sich bereits in einigen gemeinsamen Liedern manifestiert hat und Großes für die Zukunft erwarten lässt.
Vom Vogelnestbrand, für den die Rauchschwalben zuständig gewesen sein sollen, rezitiert er, die jetzt Nestwärme genießen. Oder vom Totngrober, der jetzt gstorbn is und eigentlich sei Lebetog mit zwa Fiaß im Grob gstaundn is.
Ja, es macht Spaß, dem Hans zuzuhören: I bin oisa junge so a Hund gewen, dass i beim Metzger heraußa da Tir hob wortn miaßn. Oder: "Die Viecha san so gscheit, sogn de Leit. Die Leid san so dumm, sogn de Viecha. S'Blede is nur, dass olle zwa recht haum.
Und die Jungs singen wieder eins drauf, zum Beispiel das Lied vom "Vodan und seina Frau".
"Unsa Kloana is so g'scheit. Redn tuat er nix, renna a no net. Oba fremdln tuat a scho."
Diese beiden kommen, so wie ihre sechs Kollegen, zur Ansicht: "Mit Gift und mit Mitgift geht ois besser."
"Herrgott im Himme, wir betn zu dir." Es war auf alle Fälle ein himmlischer Gesang, auch wenn die Burschen Moritaten von den Zuständen auf dieser Welt zum Besten gaben.
Über die das Flugverbot der Bienen, das der Herr Inspekta verhängen soll, muss wohl jeder herzhaft lachen.
Viel Applaus gab es für das Gebotene - und dann gab's kurze Überlegungen, was man als Zugabe noch zum Besten geben sollte.
Gesänge von der Nudelsuppe oder von den Knedln waren besonders unterhaltend.
Dieses Ehepaar aus Münster muss besonders hervorgehoben werden. Sie kommen extra wegen der Septemberlese nach Langenlois. Bravo!
Ein besonderer Samstag-Abend klingt im Ursin Haus fein aus.
CD's und Bücher nimmt man mit nach Hause, um vieles nachesen und -hören zu können.
Danke für euren Besuch - wir sehen uns morgen im Schloss Haindorf.
Sonntag, 27. September 2015, 4. Leseort - Bauakademie Haindorf.
Wald dürfte ein beliebtes Thema bei den Autorinnen sein. Heute liest die bekannte Kurier-Kolumnistin Doris Knecht aus ihrem Werk.
Ob es ein herzliches Buch ist, stellt sich erst heraus - auf alle Fälle mit Herz geschrieben :-)
Und einer, der mit viel Gefühl das Musikinstrument "Hang" spielt, begleitet dieses Matinee.
Spätestens nach den ersten wunderbaren Klängen von Peter Rosmanith müsste man unsere Stadt in HANGenlois umbenennen :-)
Ein zufälliges Zusammenspiel. Doris Knecht liest von Schlössern, die Marian alle zusperrt, weil sie sich in ihrem Haus fürchtet. Peter Rosmanith hätte viele Schlüsseln, um wieder aufzusperren :-)
Schneesand heißt seine neue CD. Und auf seiner Homepage ist die Technik beschrieben: "Schlagwerker sind Leute, die dreinschlagen können. Sie können aber auch dezent anklopfen, ganz bescheiden, mit den Fingerspitzen. Und die Bandbreite ihrer handgreiflichen Tätigkeiten reicht noch weiter, bis zum Streichen, Streicheln, ja bis zum Fast-nicht-mehr-berühren, dem Gerade-noch-antasten."
Marian im Buch handhabt das anders. Sie schlägt den Franz mit der Rechten und haut ihm eine rein.
Überhaupt geht es dort eher rustikal zu: Von Erde und Dreck ist die Rede, vom toten Huhn und vom toten Reh und von blutigen Eingeweiden.
"Eine Frau allein in einem abgelegenen Haus in den Voralpen: Marian haust primitiv, in unfreiwilliger Autarkie, denn sie hat alles verloren. Früher, in der Stadt, hatte Marian Mode entworfen und lebte gut, dann trieben die Krise und eigene Fehler sie in den Bankrott, zum völligen Rückzug. Aber auch der Versuch, im geerbten Haus wieder zu sich zu finden, wird für Marian zum Überlebenskampf." So lautet die Einleitung der Buchbeschreibung.
Weil Hang ein nicht wirklich oft gespieltes und bekanntes Instrument ist, gibt es von Peter Rosmanith eine kleine Instrumentenlehre.
Erfunden wurde es vor 15 Jahren vom einem Schweizer, der getriebenem Blech zarte Töne entlockte."
Diese Dame hat lieber einen Hang zum Buchlesen und nimmt sich eines mit nach Hause. Der Sonntag-Nachmittag ist also gesichert :-)
Zufriedene Protagonisten und Veranstalter...
... zufriedene Gäste...
... die sich schon auf das 10-jährige Jubiläum der Septemberlese im nächsten Jahr freuen.

Mehr Infos zu den Künstlern unter:

www.arno-geiger.de
www.gesangskapellehermann.at
http://www.peter-rosmanith.at

Fotos: Ulli Paur

 

 

 


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3550 Langenlois
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Fax: +43 (0)2734 2101 DW 39
E-mail: stadtgemeinde(at)langenlois.gv.at
Homepage: www.langenlois.gv.at

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