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Kultur in Langenloiser Höfen mit Klavier und Geige

"Stille Zurückhaltung im ersten Moment, kraftvolle Intensität im nächsten", so wird Irmie Vesselsky beschrieben und so war leider auch das Wetter. Geplant war ein wunderschönes Hofkonzert im Weingut Ehn. Der Wettergott spielt heuer nicht so mit beim Höfeprogramm - Regen während des Tages zwang die Veranstalter, in den Kultursaal auszuweichen, der bis auf den letzten Platz gefüllt war.
Die musikalischen Künstler Irmie Vesselsky und "Sir Tralala" stellten sich auf den Ortswechsel schnell um.
Fritz Gillinger, der seitens des Veranstalters "Langenlois Kultur" die vielen Gäste begrüßte, konnte auch mit dem gesponerten Erste-Hilfe-Koffer nichts gegen das schlechte Wetter ausrichten.
Wolfgang Kühn stellte die Künstler vor: Irmie Vesselskys Musik ist abwechslungsreich, melancholisch und wirkungsvoll zugleich. Es sind die Gegensätze, die die 25-jährige scheinbar mühelos in sich vereint. Gekonnt entspringen dem klassischen Singer/Songwriter-Grundkonzept immer wieder verspielt-jazzige Elemente, aber auch poppige Rhythmen oder eindringliche klassische Harmonien. Besonders interessant gestaltet die Künstlerin das Spiel zwischen Gesang und Klavier: von stimmigem Gleichklang über scheinbarem Zweikampf zur glanzvollen Versöhnung. In ihrem ersten Album „Parenthesis of Antitheses – Pandora or The Unbending Dualism In Me“ (erscheint im Oktober 2009, CrackedAnegg Records) besticht Irmie Vesselsky nicht nur als Sängerin, Pianistin und Komponistin, sondern auch als Produzentin ihrer persönlichen Geschichten. Tragik und Komik baden in einem Wechselspiel von Dur und Moll der schwarzen und weißen Tasten – Musik, die zum Nachdenken anregt und unter die Haut geht.
Irmie Vesselsky, geboren in Schiltern, freut sich auf ihr Heimspiel.
Wenn sie, wie an diesem Abend, auch noch von Sir Tralala an der Geige begleitet wird, ist die Gänsehaut perfekt. Er stammt ursprünglich aus Kärnten, ist aus diesem, wie er selbst sagt, kulturtechnisch gesehen sehr armen Land ausgewandert und lebt als Musiker in Wien. Unlängst ist seine CD „Escaping Dystopia“ erschienen. Bei Beschreibungen der Kunst des Sir Tralala wird gern seine vermeintliche Neigung zum Wahnsinn ins Treffen geführt. Dabei legt insbesondere sein jüngstes Album „Escaping Dystopia“ mit seinen fingerfertig gespielten (bzw. programmierten), megalomanisch opulenten und harmonisch einwandfrei gesetzten, orchestralen Arrangements die Vermutung nahe, dass David Hebenstreit, wie der als DJ, Club-Abend-Betreiber und begehrter Mitmusiker durch die Stadt geisternde Sir bürgerlich heißt, alles andere denn auf den Kopf gefallen sein muss. Er kann auch auf Dialekt („Dem Buam sei Gruam“), kann Schubert morden/ehren („Das Heideröslein“) und macht bei aller ostentativer Wunderlichkeit am Ende doch sowas wie Popmusik.
Andreas Russ schrieb am 9. Jänner 2010 im Freizeit Kurier: "Verdammt - da ist mir Ende letzten Jahres doch glatt eine echte Perle durchs Netz geschlüpft! Großartigste Songreiterei, eine Frau, ein Klavier, eine Stimme, die dich im Herzen trifft - Songs voll Melancholie & beinahe physisch spürbarer Schönheit. Was braucht es mehr? Sir Tralalas Geige als Sahnehäubchen.
Vorher, in der Pause und nach dem Konzert gab es ein gutes Glas Wein aus dem Hause Ehn.
Musik, die ganz tief von Kopf bis Fuß, berührt.

Nähere Infos zur Künstlerin unter:

www.irmievesselsky.com

Fotos: Ulli Paur

Die nächsten Programmpunkte im Kultur-Höfe-Schwerpunkt sind:

Konzert NETNAKISUM

Freitag, 28. Mai 2010, 20 Uhr
Hof der Raiffeisenbank
3550 Langenlois, Kornplatz 9

Irgendwo zwischen allen Stühlen, Schubladen, etc. unterwegs und irgendwie in allen Fächern, Stilen, etc. zuhause, so präsentiert sich Netnakisum. Ein singendes Frauenstreichquartett, das der Volksmusik verbunden, aber nicht an sie gefesselt ist, sich Musik aus allerlei Weltgegenden und -stilen zu eigen macht, teils eigenwillig (wie sonst) arrangiert, teils selbst komponiert, aber immer zum besten gibt: mit mitreißender Virtuosität, frechem Charme und unwiderstehlichem Schwung. Mit Vorurteilen ist ihnen nicht beizukommen, was einem das angenehme Gefühl gibt, selbst frei von solchen zu sein und um sie abschließend einzuschätzen, sind sie zu sprunghaft, was einem den Glauben lässt, selbst für Überraschungen gut zu sein.

Veranstalter: Raiffeisenbank Langenlois
Eintritt: € 14,00 (Vorverkauf € 12,00 in der Raiffeisenbank Langenlois)www.netnakisum.at

Haja Madagascar Trio

Samstag, 29. Mai 2010, 20 Uhr
Vereinssaal (ACHTUNG: anderer Ort)
3550 Langenlois, Rudolfstraße 1


Der volle Name des Bandleaders Haja Randrianaivomahefa Herivao ist (für uns) so unaussprechlich, dass er es vorzieht, sich schlicht Haja (sprich: Haza) Madagascar zu nennen. Damit ist auch die unausweichliche Frage, woher er käme, geklärt und man kann übergehen zum Wesentlichen: Musik. „Mit dem Publikum Lebensfreude zu teilen bedeutet, einen Moment der Ewigkeit einzufangen“, weiß Haja aus unzähligen Performances. Selbst eingefleischte Nicht-Tänzer können sich nicht länger an ihrem Stuhl festhalten: Haja zieht die Zuhörer vom ersten Moment an mit seiner Stimme und den unzähligen Instrumenten, die er meisterhaft beherrscht, in Bann. Davon kann sich das Publikum überzeugen, wenn Haja mit seinen Musikern im Langenloiser Solterer-Hof auftritt. Dort hat mitreißende Weltmusik gepaart mit guter Stimmung bereits Tradition.

Veranstalter: Verein Langenlois Kultur
Eine Veranstaltung im Rahmen von Ke Nako - Afrika in Langenlois.

Eintritt: € 18,00 (ermäßigt € 16,00 im Ursin Haus). Es gilt die Ö1-Clubermäßigung!

Aufgrund der Schlechtwetter-Prognose findet die Veranstaltung im Vereinssaal in der Rudolfstraße 1 statt, und NICHT im Solterer-Hof in der Walterstraße!


STADTGEMEINDE LANGENLOIS
Rathausstraße 2
3550 Langenlois
Telefon: +43 (0)2734 2101
Fax: +43 (0)2734 2101 DW 39
E-mail: stadtgemeinde(at)langenlois.gv.at
Homepage: www.langenlois.gv.at

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Montag bis Freitag von 7.30 bis 12 Uhr
sowie
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