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Geschichte Schiltern - neue Erkenntnisse

Positive Schlagzeilen machten heuer schon mehrmals auf die gefundene Kreisgrabenanlage in Schiltern aufmerksam. Zudem arbeitet man an einem Heimatbuch für diesen Ort. Viele interessante Details haben Historiker und das dafür gegründete Institut für Regionalraumkultur und Geschichte um Schiltern (RUGUS) schon gesammelt.
Daher gab es für die interessierte Bevölkerung am 25. Oktober 2016 im Glas.Haus der Kittenberger Erlebnisgärten eine Präsentation der Geschichte von Schiltern mit der Crème de la Crème der Wissenschaft.

Ein gutes Zeichen für die Veranstalter: Das Glas.Haus war bis zum letzten Platz gefüllt.
Viele Experten und Mitarbeiter stehen hinter den historischen Erfolgen und Erkenntnissen von Schiltern - einige davon werden heute noch zu Wort kommen.
Hans Böhm, Gründungsmitglied des Institutes Rugus, begrüßt Universitätsprofessor Dr. Gerhard Trnka, Institut für Urgeschichte und Historische Archäologie, der der wissenschaftlicher Betreuer des Schilterner Kreisgraben ist.
Gespannt ist auch Dipl.Ing. Gustav Lehmerhofer als Rugus-Mitglied auf den heutigen Abend.
Und der wird von der Gruppe Fagus auf besondere Art und Weise musikalisch mit keltischer Musik umrahmt (Monika Maurer (Piano), Sebastian Beninger (Percussion), Manuela Müllner (Flöte), Herbert Schubert (Percussion), Heinz Luger (Gitarre).
Mag. Alois Huber, Obmann des Instituts Rugus, ist überwältigt. Er hat mit 70 Besuchern gerechnet - gekommen sind 200 und die begrüßt er neben allen Experten, die heute unentgeltlich dabei sein, auf das Herzlichste.
Grüß Gott sagen auch Hausherr Reinhard Kittenberger...
... Vizebürgermeister Ing. Leopold Groiß...
... Kulturstadträtin Mag. Brigitte Reiter und
... Ortsvorsteher Stadtrat Harald Groll. Sie alle gratulieren dem Institut zu den Leistungen, diese historische Sensation ausfindig gemacht zu machen, die wissenschaftlich bestätigt wurde und danken für diesen Einsatz.
Der erste Teil dieses Abends in Schiltern behandelt die Vorschau auf das geplante Heimatbuch.
Hier spricht Professor Mag. Johann Ennser vom Stadtarchiv Langenlois über das Buch, das es noch nicht gibt. Er kann aber einen sehr umfangreichen Zwischenbericht anhand einer Power-Point-Präsentation geben. Von der Ersterwähnung um 1180, über das "Schilterner Urbar", das im NÖ Landesmuseum gut aufgehoben ist, über den Robot-Boykott im Jahre 1829 bis hin zur Gemeindegründung um 1850 gab es viel Interessantes zu hören und sehen.
Obmann Mag. Alois Huber weist auf das Waldviertel-Buch hin, wo Dr. Hrodegh bereits angeführt hat, dass Schiltern vor ca. 30.000 Jahren besiedelt war.
Mit einem Film, den Hans Böhm, zusammengestellt hat...
... stieg man in die Schilterner Geschichte ein und bekam viele neue Erkenntnisse.
Darin wurde gezeigt, mit welchem Aufwand ...
... diese wertvollen Bodenerkundungen verbunden sind.
Jene Wissenschaftler, die man im Film sieht...
... und die über die Kreisgrabenanlage Schiltern sprechen...
... applaudieren zum gelungenen Filmzusammenschnitt...
... und erklären dann ihre Arbeiten, so wie zum Beispiel Archäologe Klaus Löcker von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik.
Prospektionen ...
...nennt man die Erkundungen...
... die unter anderem mit Luftbildern oder magnetischen Methoden durchgeführt werden.
Univ.Prof. Dr. Gerhard Trnka war schon vor Jahrzehnten bei den Grabungen am Kronsegger Burgstall dabei und kennt Schiltern daher ziemlich gut.
Bereits 2005 gab es eine NÖ Landesausstellung, die sich mit Kreisgräben beschäftigte. 170 Anlagen, die bis zu fünf Meter unter der Erde liegen, gibt es in Europa. Man weiß bis heute nicht, wofür diese Anlagen, die keine Verteidigungsanlagen waren, gedient haben.
Der Burgstall in Kronsegg war sogar 1981 Thema der Dissertation von Dr. Trnka.
Auch dort fand man bei Grabungen einst viel Interessantes, das heute gut in Archiven verwahrt ist.
Kaum zu glauben: Das Waldviertel war laut Dr. Johannes Tuzar (Direktor des Krahuletzmuseums Eggenburg) einmal so hoch wie der Himalaya.
Dr. Martin Krenn vom Bundesdenkmalamt gratuliert zur Veranstaltung, die ein gewaltigen historischen Rundumschlag war. Diese gefundenen Archive im Boden sind von höchster Bedeutung. Die Freude ist daher groß, da er auch für 2017 finanzielle Mittel für weitere Untersuchungen in Schiltern zusagt.
Bevor es zur anschließenden Diskussion zwischen den Experten und dem Publikum gibt, meldet sich auch noch Dr. Barbara Wawerka (Geschäftsführerin Archäologisch Soziale Initiative NÖ - ASINOE) zu Wort.
Fazit: Der Abend war eine runde, gelungene Sache. Schiltern ist ebenfalls ein guter Boden. Hier ist man im Zuge der Heimatbuch-Recherchen auf Unglaubliches gestoßen. Während Schiltern und Kronsegg so in etwa 1000 n. Chr. urkundlich erwähnt wurde, so hat man doch auch immer Spuren älterer Besiedlungen gefunden, wie die dokumentierten Kreisgräben aufzeigen.

Man darf daher schon heute auf das Schilterner Heimatbuch sein, dessen Erscheinen in einem Jahr geplant ist.
Mehr Informationen zu Rugus unter www.rugus.schiltern.at

Fotos: Ulli Paur


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