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Gemüseraritäten aus dem Kamptal

Seit März letzten Jahres ist die Arche Noah Schiltern Teil des Leader Kamptal Projektes unter dem Namen "Gemüseraritäten im Kamptal". Dabei geht es, alte, vergessene Gemüsesorten (speziell die Kerbelrübe, Kohlgewächse und seltene Kürbisse) ins Rampenlicht zu rücken.
Dies geschah am Dienstag, dem 7. November 2017 im Greenhaus der Gartenbauschule Langenlois. Dort trafen sich Interessierte, Produzenten und die Köche Benjamin Schwaighofer und Karl Schwillinsky, um zu demonstrieren, das die angeführten Pflanzen und deren Früchte zu wahrlich wohlschmeckenden Speisen verarbeitet werden können.

DI Annamaria Betz von der Gartenbauberufsschule Langenlois und DI Franziska Lerch von der Arche Noah Schiltern (Sortenentwicklung) begrüßen die Teilnehmer dieser Veranstaltung.
DI Philipp Lammer (Arche Noah) erklärt einführend wichtige Details über Saatgut bzw. Sinn und Zweck des Erhalts der Vielfalt der bunten Gemüse- und Saatgutlandschaft, für die standortangepasste Regionalität, verbunden mit Nachhaltigkeit, sehr wichtig ist.
Wenn man Tomaten und Kerbelrübe gegenüberstellt, sieht man zum Beispiel anhand von virtuellen Rezepten schon den großen Unterschied des Angebots.
Auch Bürgermeister Hubert Meisl befindet sich unter den interessierten Zuhörern.
Heute geht es hauptsächlich um die Kerbelrübe, Herbstkohlgemüse und die Kürbisvielfalt.
Produzenten, die mit Saatgut der Arche Noah arbeiten, schildern ihre Erfahrungen mit den genannten Pflanzen, so wie zum Beispiel Maria Pravec, Pflanzenhegerin aus Leidenschaft. Sie betreibt in Aschelberg auf 850 m Seehöhe einen beeindruckenden Garten der Artenvielfalt.
Wunderschöne Pflanzen mit neuen Erkenntnissen: Auch der Zierkohl ist essbar!!
Darüber freuen sich die heute engagierten Köche Karl Schwillinsky und Benjamin Schwaighofer, denn sie werden aus den Gemüsesorten Köstliches zaubern.
Es gibt die vielfältigsten Kohlsorten, wie Richard Mogg vom gleichnamigen Biohof in St. Andrä an der Traisen demonstriert.
Wohlschmeckende Kohl-Chips, einfach zubereitet - einfach lecker: Die Blätter mit Öl und Salz einreiben und im Backrohr trocknen.
Kohlsorten gehören zu den ältesten Gemüsen, die die Menschheit kennt. Das typische Wintergemüse mit dem lateinischen Überbegriff "Brassica" ist lange halt- und vielfältig verwendbar. Das beweist im Anschluss an die Vorträge Arche Noah-Gartenkoch Benjamin Schwaighofer, dem diese Pflanze "küchentechnisch" zugeordnet wurde :-)
Peter Laßnig vom Gärtnerhof Ochsenherz in Gänserndorf ist die höchst schmackhafte Kerbelrübe ein großes Anliegen. Sie galt sie im Mittelalter als Delikatesse, am Wiener Hof wurde sie serviert. Heute ist sie in Vergessenheit geraten. Vielleicht weil Kultur und Samengewinnung einen geduldigen Gärtner erfordern? Dauert doch der Weg von der Aussaat bis auf den Teller rund ein Jahr.
Die Kerbelrübe (auch Knolliger Kälberkropf genannt) ist eine wenig bekannte Gemüseart, wächst sehr langsam und "tut sich in unserer Gegend noch etwas schwer". Sie gilt als "Champagner" unter den Rüben, ihr Geschmack ist einzigartig.
Auch er schwärmt über dieses Gemüse in höchsten Tönen. Karl Schwillinsky wird Gerichte aus dieser seltenen Rübe kredenzen.
Benjamin Schwaighofer mag sie auch, die Kerbelrübe, hat aber heute seltene Kohlsorten kulinarisch verarbeitet.
Andrea Gillinger-Loimer, bekannt als One-Woman-Chefin von "Langenloiser Eingelegtes & Eingemachtes" wird heute vier verschiedene Kürbissorten - nach einem Rezept verarbeitet - verkosten lassen.
Vielfältig schmecken diese Chutneys bei gleichen Ingredienzien.
Mehr als 800 Kürbissorten gibt es weltweit. Dieser ist einer davon und vielfältig einsetzbar.
Heute gibt's nicht "Kraut und Rüben" sondern Kohl und Rüben :-)
In diesen vegetarischen Laibchen ist Kohl verarbeitet.
Serviert werden die Laibchen mit einem schmackhaften Ragout vom Stängelkohl.
Kaum zu glauben, aber indischer roter Klebereis mit Scheerkohl schmeckt einfach lecker - weit entfernt vom "Arme-Leute-Essen".
Ein altes, aus der Toskana stammendes Rezept: Palmkohlpasta! Schnell gekocht - schmeckt ebenfalls köstlich!
Karl Schwillinsky punktete mit Kerbelrübensuppe, Kerbelrüben-Humus und vor allem mit Kerbelrüben-EIS, das nur aus dem Püree der Rübe, Milch und etwas Zucker bestand!!!
Benjamin Schwaighofer stand ihm um nichts nach und versuchte, in diesem locker-flaumigen Kuchen, Kohl zu verarbeiten. Fazit: Das Blech war bald leer, so gut hat es geschmeckt.
"Die Königin der Kochrezepte ist die Phantasie." Großes Lob für K & K & K & K = Köche, Kerbelrübe, Kohl...
... Kürbisse!
Auf die gelungene Präsentation der Gemüseraritäten darf angestoßen werden.
Möge diese Geschichte viele Gärtner und Genießer animieren, zu pflanzen, zu vermehren und zu kochen.


weitere Infos zu den Gemüseraritäten aus dem Kamptal unter: www.arche-noah.at/kamptal

Fotos: Ulli Paur


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