Rathaus
Inhalt:
Frauenpower im Raiba-Hof
Irgendwo zwischen allen Stühlen, Schubladen, etc. unterwegs und irgendwie in allen Fächern, Stilen, etc. zuhause, so präsentierte sich Netnakisum.
Ein singendes Frauenstreichquartett, das der Volksmusik verbunden, aber nicht an sie gefesselt ist, sich Musik aus allerlei Weltgegenden und -stilen zu eigen macht, teils eigenwillig (wie sonst) arrangiert, teils selbst komponiert, aber immer zum besten gibt: mit mitreißender Virtuosität, frechem Charme und unwiderstehlichem Schwung. Mit Vorurteilen ist ihnen nicht beizukommen, was einem das angenehme Gefühl gibt, selbst frei von solchen zu sein und um sie abschließend einzuschätzen, sind sie zu sprunghaft, was einem den Glauben lässt, selbst für Überraschungen gut zu sein.
So wurden vier Powerfrauen in der Einladung von "Kultur in Langenloiser Höfen" vorgestellt. Man war gespannt, was diese Damen wirklich repräsentierten...

- Die Besucher kamen an diesem Abend zu einem doppelten Kulturgenuss: Nicht nur Konzert, sondern auch Schauspiel wurde geboten. Die drei "erzählten" in einer herzzerreißenden Dramaturgie "Das Geheimnis aus der Bergstube". Die Alpendrama-Overtüre lässt auf eine spannende Lebensgeschichte von Viola schließen, die immer hoch hinaus will, dabei steirischen Gipfel bevorzugt und mit schneeverwehtem Blick hinab ins Tal schaut, wo sie einen Mann sucht.

- Weil's am Land nicht geklappt hat, fährt Viola mit der Eisenbahn in die große Stadt, um dort ihren Helden - am besten einen Bergdoktor - zu finden. Sie bestaunt "ois Neiche" in der Stadt, "wo ma si nimma griaßn muaß". Dabei vermisst sie aber vor allem den grünen Steirer-Traktor und die "schene Natur". Das Casting in der Stadt hat lang gedauert - von früh bis spät und wieder bis früh (Doppelschicht) also. Fazit: Alle sind durchgefallen weil... echte Helden gibt es nimma.

- ... beim Abwehren der Regentropfen. Grad jetzt wär es so spannend geworden, weil die Viola offensichtlich ihren Helden gefunden hätte. Beim Überqueren eines Trottoires bei rotem Ampellicht ist sie hingeknallt und hat sich in ihren Retter verknallt, der sie spontan zu einem Candle-Light-Dinner eingeladen hat.

- Netnakisum ist kein afrikanischer Begriff - es bedeutet schlicht und einfach MUSIKANTEN (von rückwärts gelesen). Dieses originelle Damen-STREICH-Tria hat den Namen nicht zu unrecht. Einen musikalischer Streich nach dem anderen gaben sie zum Besten. Direkt, frech, ernst, frisch, froh und immer mit einer Portion Tiefgang gewürzt.
Fotos: Ulli Paur, die den SSSS-Damen (steirischen streich-spielenden Super-Musikanten) Recht gibt: "Uarschene Momente und eindrucksvoll gemachte imaginäre Kulissen waren dabei" :-))
Mehr unter:
www.netnakisum.at
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