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Einzigartiges Jäger-Marterl unter Dach und Fach

Viele haben sich schon gefragt, was dieser Pavillon beim Stausee Kronsegg bedeutet. Am 8. Juni 2010 wurde das "Geheimnis" gelüftet.

Eine Legende besagt, dass der Heilige Hubertus, Schutzpatron der Jäger, der Jagd abschwor und vom leidenschaftlichen Jäger zum Nichtjäger wurde, nachdem ihm ein besonderer Hirsch erschienen ist.

Dieses Ziel verfolgt der passionierte Jäger Kurt Rubik aus Langenlois sicher nicht - vielmehr setzte der pensionierte Tischlermeister dem Hl. Hubertus ein persönliches Denkmal.
Gewusst hat von dieser Privataktion kein Mensch. Erst als auf der Halbinsel beim Stausee Kronsegg ein schmucker Pavillon auf einem netten gepflasterten Platz stand, wusste man, dass hier jemand ein einmaliges Denkmal unter Dach und gesetzt hat. 
Als Mensch mit viel Gespür für die Natur hat er dafür einen besonders idyllischer Ort im Wald nächst dem Wasser ausgesucht.
Platz finden hier alle Erholungssuchenden, die, wenn sie genau schauen, außen und innen besondere Details finden. Im Dachinneren befindet sich ein Gemälde seines Jagdkollegen Helmut Hamböck, das den Hl. Hubertus darstellt.
Dem nicht genug, wird die Erscheinung des Hirschens in der Nacht mittels Solarantrieb beleuchtet. Außerdem ist der Himmel des bemerkenswerten Denkmals mit 135 Sternen übersät.
Kurt Rubik, der Ende Mai seinen 77. Geburtstag feierte und sich daher nicht mehr zu den ganz Jungen zählt, wollte endlich ein Marterl, bei dem man nicht nur stehen bleibt sondern sich auch ausruhen kann. Und das ist ihm mit diesem "Jager-Bankerl" gelungen, das er der Stadtgemeinde und somit der Öffentlichkeit zu Verfügung stellt.
Mögen alle diesen besonderen Ort würdigen und als schönen Blickpunkt beim Stausee Kronsegg belassen.

Die Stadtgemeinde bedankt sich für gelungene Platzgestaltung mit einem herzlichen Waidmannsheil bei Kurt Rubik sen.

Danke an Kurt Rubik sen. (2. von links) für diese besondere Geste zum Wohle der Allgemeinheit sagen Dr. Heinrich Renner, Dipl.Ing. Robert Samek, Bgm. Hubert Meisl und der Langenloiser Hegeringleiter Josef Hausmann.
Meine Herren: Wenn alle vorne stehen, sieht man vom Jager-Bankerl nix :-)
Na bitte, ist ja Platz für zumindest acht Personen.
Fast wie in der Sixtinischen Kapelle :-)
Man achte auch auf...
... die besonderen Details.
Hl. Hubertus, gemalt von Helmut Hamböck.

Die überlieferte Legende des St. Hubertus
Wenn die urkundlichen Quellen verstummen, füllt die Legende die Lücken aus. Die dem hl. Hubertus zugeschriebene Hirschlegende erzählt, dass er aus einem aquitanischen Herzogengeschlecht hervorgegangen sei und am Hofe Pippins von Heristal gelebt hat. Charakterisiert wird Hubertus als ein spiel- und jagdfreudiger Feudalherr, der nach dem Tod seiner Gemahlin Ablenkung seines Leides suchte und zunächst keinen Trost im christlichen Glauben fand.
Mit Gott und den Menschen gebrochen, lebte er unter Missachtung aller göttlichen Gebote nur noch der Jagd, um sein Leid über den Verlust zu betäuben. So habe er am ersten Todestag des Herrn, an einem Karfreitag, in den Ardennen gejagt. Dabei stellte er einem prächtigen Hirschen nach, der besonders groß war und ein mächtiges, gut geformtes Geweih auf dem Haupt trug. Als er ihn schließlich mit Hilfe seiner Hundemeute gestellt hatte und sich anschickte ihn zu erlegen, sah er zwischen den Geweihstangen das Kreuz aufleuchten und hörte eine Stimme, die ihn zur Umkehr aufforderte. "Hubertus, ich erlöse dich und dennoch verfolgst du mich. "Hubertus habe sein Knie gebeugt und eine tiefgreifende Läuterung vollzogen. Fortan habe er nur noch das eine Ziel verfolgt, Gott und den Menschen zu dienen. Er wurde Mönch und später Bischof von Lüttich (700 - 723 n. Chr.). Diese Legende hat sicher viel zur Verehrung des hl. Hubertus als Patron der Jäger und Schützen beigetragen. An ihm erkannten sie einen der Ihren. Im Mittelalter hat sich dann der Brauch herausgebildet, am Hubertustag eine feierliche Messe zu Ehren des Schutzpatrons der Jäger und Schützen zu lesen. Dieser Brauch hat Fortbestand bis in unsere heutige Zeit.
Quelle: www.sankt-hubertus.de

 

 

Ein besonderes Einzelstück, hergestellt und zur Verfügung gestellt von Kurt Rubik, kann jetzt gemeinsam genutzt werden.

Die Langenloiser Jägerschaft lädt jetzt schon zum

J Ä G E R B A L L

am Samstag, dem 12. Februar 2011
in den Festsaal der Gartenbauschule Langenlois

ein und freut sich auf viele tanzfreudige Gäste!

Fotos: Ulli Paur


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