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8 : 3 : 21 = besonderer Spielstand für Afrika-Veranstaltungen

"Voices Unlimited" haben den Quantensprung in Sachen Chormusik geschaft: Der junge Salzburger Chor wurde "World Choir Champion" (Salzburger Woche) - und das hörte man auch in Langenlois sehr deutlich.

Ein sicherlich ungewöhnliche Schlagzeile für bemerkenswerte Konzerte in Langenlois, die beide ganz sicher mit Afrika zu tun haben.
Während seit dem 11. Juni die ganze Welt im Fußball-WM-Fieber steckt, zeigt sich die Weinstadt wieder von seiner kulturellen Afrika-Seite.
Folgende Geschichte wird gemixt präsentiert, weil's irgendwie passt :-)

Am Samstag, 12. Juni 2010 wäre der große Auftritt von acht ausdrucksstarken Männer aus dem Salburger Land im wunderschönen Harrerhof gewesen. Alle haben mitgespielt - der Wettergott leider wieder nicht.
Mit Blitz, Donner und Sturm wurden das besondere Ensemble daher im Kultur.Saal. vom begeisterten Publikum empfangen.
Die Gruppe "Voices Unlimited"  beeindruckte mit dem "Africapella"-Programm und verwandelte den Saal zu einem wahren Konzertsaal im Dschungel.
Gleich vorweg: Weil man eben auf Fotos den wahren Zauber nicht rüberbringen kann, hier der Link auf die Homepage der sympathischen Burschen - auch zum Reinhören:
http://www.voices-unlimited.at/

Es war ein "Tropenkonzert" - es heizten nicht nur die sangeskundigen Salzburger so ein, es war zudem der schwülste und heißeste Tag des Jahres. Gott sei Dank gab es sehr informative Infohefte des Chores, die sich auch genial als Fächer eigneten :-)
Selbst dem Kulturstadtrat wurde es "warm ums Herz" bei diesem fulminanten Programm.
Die afrikanischen Lieder hatten oft wenig Text, beinhalteten dafür aber viel Philosphie - wie hier beim Lied über ein altes afrikanisches Auto, das perfekt choreographiert wurde.
Gleich beim ersten Song gab es tosenden Applaus.
Es gab nicht nur Songs vom heißen Kontinent - sondern auch bekannte Ohrwürmer von den Beatles, den Comedian Harmonists, den Prinzen etc. - mit Darbietungen, die Synchronschwimmern glichen :-)
Durchs Programm führte in humorvoller Weise Moritz Guttmann, ein wortgewandter Kommentator auf der Bühne.
Da konnte man als Zuhörer einfach nur gebannt das Bühnengeschehen mitverfolgen.
Darf ich bitten zum Tango: Launige Höhepunkte durften nicht fehlen :-)
Unter den Pinien von Argentinien, bei den Kakteen ist es dann geschehen und bei den Bananen begann er (Thomas Ramminger) dann zu ahnen, dass es keine größere Liebe gibt :-)
Als "Trampolin" in die Pause eignet sich ein passendes Liedchen, dann sofort ein guter Tropfen aus dem Weingut Edelbauer, genossen vor offenem Fenster, wo man hoffentlich ein bissl Abkühlung findet.
Eigentlich hätte dieses Konzert in seinem wunderschönen Hof stattfinden sollen. Manfred Harrer genoss diesen Abend aber auch im Kultursaal.
Nur zur Veranschaulichung für jene Gäste, die nächstes Jahr dabei sein wollen: So gemütlich war es in der vorigen Spielsaison im Harrerhof mit beeindruckendem Rosen-Ensemble.
Zum Wohl auf den nächsten musikalischen Teil nach der Pause.
Zuvor gibt's aber noch Tonträger zum "Nachhören".
Vier "Vorhänge" gab es nach dem zweiten Teil - Beweis genug, dass diesen acht Sängern mit ihren "cremigen" Stimmen, die durch und durch gingen, eine Top-Veranstaltung gelungen ist, die vom Katholischen Bildungswerk Langenlois veranstaltet wurde. Schirme also nicht vergessen, wenn es zum nächsten Event geht, denn dort regnet es tags darauf leider wieder :-(
"Homeless" war eines der beeindruckendsten Stücke - und mit diesem Lied wird auf die nächste Veranstaltung, einen Tag später in der Stadtpfarrkirche übergeleitet...

Von Paul Simon und  Ladysmith Black Mambazo stammt dieser Klassiker:

Webaba silale maweni....
Homeless, homeless
Moonlight sleeping on a midnight lake

http://www.youtube.com/watch?v=1w3gCiOb0Is

Weil die ACH(T) sie so gut waren, muss noch eines angeführt werden: Die jungen Männer bestechen durch ihren homogenen Gesang, durch Ausdruckskraft und Musikalität", das bestätigten nicht nur die Salzburger Nachrichten, sondern ab jetzt auch der Blick.Punkt.Langenlois :-)

Sonntag, 13. Juni 2010, 19 Uhr

Es ist Sonntag, 12. Juni. Vor der Pfarrkirche in Langenlois versammeln sich DREI illustre und bekannte Gäste. Die Gruppe Insingizi - auch als "the Voice of Southafrika" bekannt, tritt heute mit dem Langenloiser Chor Cantus Vivendi gemeinsam auf.
Darauf freut sich in besonderer Weise Cornelia Pesendorfer. Diese Musikerin, die mit dem Trio bereits spielte, hat einen besonderen Bezug zu Afrika, weil sie Zambia Feldforschungen durchgeführt hat. Sie ist im Vorjahr mit ihrer Gruppe Sekelela in Langenlois aufgetreten und daher keine Unbekannte mehr.
Mit schlagkräftigen Argumenten wird der Musikabend in der Kirche eingetrommelt: Es geht um Afrika und die Heimatgefühle von drei Menschen aus Simbabwe.
Die Koordinatorin des Langerloiser Afrikaprojektes, Erika Köchl, freut sich über das enorme Echo.
Vusumuzi "Vusa" Ndlovu: Seine beste Meldung zu Beginn: Ghana hat heute gegen Serbien 1:0 gewonnen :-)
Der zuerst zitierte Song "Homeless" wird jetzt von echten Afrikanern gesungen. Insingizi präsentierte "Imbube"-Musik in Ndebele: einer Sprache aus dem Süden Afrika's, die bereits durch Ladysmith Black Mambazo international bekannt wurde. Heute sind die drei Vollblutmusiker von "Insingizi" in Graz beheimatet und haben auf der Bühne neben exzellentem A-Capella-Gesang auch wunderbare Bewegungs-Choreografien, Percussion Sounds und Grooves zu bieten.
Dafür gab's spontan den ersten tosenden Applaus.
Nach dem Afrika-Block folgte nach einem gemeinsamen Lied mit Cantus Vivendi das Kontrastprogramm des Langenloiser Chores.
Da hörte natürlich alles auf sein Kommando. Mag. Laurenz Ennser, der für den verhinderten Chorleiter eingesprungen ist und früher den Langenloiser Jugendchor leitete, zeigte mit seinen selbst komponierten Songs, wie viel musikalische Genialität in ihm steckt.
Eine seiner "Geheimwaffen" ist die Stimmgabel :-)
Zwei Kulturen - ein Lied, perfekte Einheit!
Dazu passend, der perfekte Handshake zwischen zwei Musikexperten.
Die ganze Kirche swingt!
Selbst diesen Gast "haut" der Sound im wahrsten Sinne des Wortes vom Teppich :-)
Musik zum Wohlfühlen, die Alltagssorgen vergessen lässt.
Austriacisch-afrikanische Integration in Langenlois = 21 Langenloiser und 3 Afrikaner!
Die DREI die aus Simbabwe hatten auch mit dem österreichischen Volkslied kein Problem und sangen kräftig mit beim "Geht's Buam, gemma hoam", das zugleich das Abschiedslied war.
Groß und Klein waren begeistert.
"Hab ihr Lust mit uns zu singen?" Here comes the feel good song on sunday night: Die Zuhörer waren mit dem Spontanprogramm natürlich einverstanden und stimmten mit ein: Sumba baba jo jo....
Keiner ist aber gleich nach dem Konzert nach Hause gegangen, sondern hat in gemütlicher Runde im Pfarrhof den Abend ausklingen lassen.
Wie könnte es anders sein: Bei gutem Wein vom Bründlmayer und Schalk-Brot und natürlich bei Regen :-)
Die nächste Tour der bekantnen Musiker wird wahrscheinlich hier bereits gemanagt :-)

Das nächste afrikanische Highlight bei "Ke Nako Afrika in Langenlois" gibt es bereits am Freitag, dem 18. Juni um 20 Uhr im Weingut Fred Loimer: Mamadou Diabaté & Sigi Finkel werden mit Jazz-World-Music, mit Balafon und Saxophon aufspielen.
Näheres hier!
http://www.kenako.at/start.asp?termineID=25611&b=4029

Fotos: Ulli Paur

 


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